Freitag, 25. September 2009

Somewhere Along The Rocky Mountains

Ihr Lieben,

nun liegen schon über 500km hinter mir und ich befinde mich in Jasper am nördlichen Ende des Jasper National Parks. Bevor es weiter geht im Text, noch ein kleiner Rückblick zum nach Toronto, genauer gesagt nach Muskoka. Dort absolvierte ich meinen ersten IRONMAN 70.3, ein Triathlonrennen über die halbe Ironmandistanz. Nach 1,9km schwimmen (42min), 90km Rad fahren (hier waren es 94km, 03h:13min) und 21km laufen (1h:54min) erreichte ich mit knapp unter 6 Stunden das Ziel. Hat Spaß gemacht! Jetzt kann also die volle Distanz kommen....


Das Ziel... bis dahin war es noch ein hartes Stück Arbeit!



Der Wechselgarten füllt sich langsam am Tag vor dem Rennen.



Nach dem Rennen... kaputt, Hunger, endlich die Medaille!

Von Calgary ging es zunächst nach Banff, von dort aus nach Lake Louise und über das Columbia Icefield nach Jasper. Viele, viele Eindrücke haben sich in meinen Kopf eingebrannt, angefangen von der überwältigenden Natur der Berge sowie vom Reisen per Rad in dieser Umgebung. Das Wetter spielt bisher ganz gut mit, obwohl es nachts schon ganz schön frisch wird. Doch zum Glück hält mich mein neuer Schlafsack warm und ich merke es nur an meiner Nase, dass es kalt wird. Hier nun gibt es ein paar Bilder, die mehr sagen als tausend Worte... aber auf den einen oder anderen Kommentar kann ich natürlich nicht verzichten.


Da liegen sie noch vor uns, die Rockies...



Und es ging schon mal gut los!
Noch vor der ersten ernstzunehmenden Höhenlage gab es Frost und eine Schicht Eis auf dem Zelt inkl. Radtaschen. Ich hab es zum Glück bloß an der kalten Nase gemerkt, dass es nachts irgendwie kalt war...


Doch das konnte die Stimmung nicht trüben, denn ansonsten schien ja die Sonne!


Banff ist ein gemütlicher, aber typischer Touristenort, in dem sich auch hier und da betuchteres Publikum für die "abenteuerlichen" Ausflüge in die wilde Berglandschaft vorbereitet und ausrüstet... also schnell noch eine Handtasche gekauft und ab geht es zu den Bären.



Es rollt...


...durch Postkartenmotive...


... in denen man plötzlich selber auftaucht!



Lake Louise... der Zeltplatz ist gesichert durch eine Elektrozaun... Bääääärrrrreeennn!!!!!!


Vorabendstimmung am Lake Moraine


Abendstimmung am Lake Louise


Mutti, dieses Bild nicht anschauen...
es war ohne Hänger...
hier zumindest...
die 102,55km Tageskilometer sind doch viel interessanter....


Nicht einen Bären hab ich gesehen!


Pause unterwegs!


Unendliche Weiten... vor allem bei Gegenwind!


Diese scheiß Radfahrer nehmen den Bussen dauernd die Parkplätze weg!


Da wusste ich auch noch nicht, dass ich morgen schon in Jasper sein werde...


Nun bloß nicht sentimental werden!
Ich hab´ ne verdammte Stunde gebraucht um das Knäckerchen zum laufen zu kriegen. Ohne Axt und nur mit ganz kleinen Holzstücken (Reisig) und ganz großen (Stämme) war es gar nicht so einfach!


Der Esel und sein Freund...


Da isser!


Heute morgen 30m neben dem Zelt: Guten Morgen, Olga!

So, das war es erstmal. Ich muss weiter.
Liebe Grüße
Ronny



Donnerstag, 17. September 2009

Toronto

Ihr Lieben,
nach gut 11 Monaten habe ich Toronto verlassen und bin in Calgary, das Ausgangspunkt einer kleinen Reise werden soll. Von hier aus soll es dann per Fahrrad durch die Rocky Mountains in Richtung Vancouver gehen. Und danach Richtung Süden...
Die abschließende Woche in Toronto war nochmal sehr ereignisreich. Zunächst folgte auf den letzten Arbeitstag die letzte Lohnauszahlung und ein anschließender Besuch im Pub. Der General Manager schmiss die ein oder andere Tequila-Runde, aber da ich das Zeug nicht so ganz doll mag, hielt ich mich zurück. Am Ende wurden wir rausgekehrt und es folgte das, was ich eigentlich immer vermeiden wollte: nachts von einem zum anderen Ende von Toronto gelangen zu müssen. Auf eine Taxifahrt folgten drei verschiedene Buslinien und die ganze Odyssee dauerte nur gut zweieinhalb Stunden. Aus Gute Nacht wurde mal wieder Guten Morgen...
Eine kleine Geschichte habe ich aber noch aus dem Monat Juni. Da fand ich mich beim unschuldigen Bummeln durch Downtown TO plötzlich inmitten einer großen Hundemesse wieder! Stellt Euch vor, beim großen Wochenmarkt am Samstag in der Jahnallee würde sich alles, wirklich alles um den besten Freund des Menschen drehen. Neben den schon früher mal erwähnten Hundekuchen-Bäckereien boten unter anderem auch Hunde-Möbel- und Hund-Bekleidungshersteller ihre Waren feil. Und da Hund und Herrchen sich ja immer ein bißchen ähnlich sehen, hatte der Autor dieser Zeilen des Öfteren ein leichtes Grinsen auf den Backen.

Was ist das?
1. Komisch aussehender Hund mit pink gefärbten Ohren und Schwanz
2. Hund von komischen Besitzern, die bestraft werden sollten
3. Armes Schwein


Eine Chaisselonge für den Hund von Welt, für die Verkäuferin den Klappstuhl

Sogenannter Pferde-Hund, hier ein Dalmatiner-Schimmel
Glücklicherweise herschte seit Mitte August in Toronto großartiges Sommerwetter. Abgesehen von dem ein oder anderen Tornado.... Somit kam ich in den Genuss, ein weiteres Baseballspiel der Blue Jays im Rogers Center sehen zu können, diesmal aber bei geöffnetem Hallendach und mit freiem Blick auf den CN-Tower!


Dann hieß es empfangen und Platz machen für Natalija und Alexandra, die neuen Mieterinnen im Haus. Und da es der Zufall so wollte, ist Alexandra auch aus Leipzig, so dass ich mich seit Pätrischs Abreise mal wieder in meiner Muttersprache unterhalten konnte. Scheeen wooors! :-)

Somit musste ich mich nicht allein von Toronto verabschieden, sondern konnte die Abschiedstour mit einem Willkommens-Rundgang für Alexandra verbinden. Hat sehr viel Spaß gemacht!

Kensington Market... das alternative Viertel in Toronto

Chinatown

Toronto Island... immer einen Ausflug wert!


Kurzer Ausflug ans Mittelmeer...

Distillery District:
oben: ich bin nüchtern, auch wenn es anders aussieht
unten: gefangen von moderner Kunst


"Street-Meat"-Händler :-)